Startseite » Festivals » Trotz Abstandsregeln Nähe und Gemeinschaft ermöglichen

Kasseler Musiktage 2020

Trotz Abstandsregeln Nähe und Gemeinschaft ermöglichen

Die Musiktage setzen mit einem innerhalb weniger Wochen neu konzipierten Programm ein hoffnungsvolles Zeichen in Zeiten der Pandemie.

vonGeorg Pepl,

Dieser Klangkörper steht für freigeistige Genremixe. Zum Beispiel hat er die dritte Sinfonie von Altmeister Brahms mit neuen Zutaten wie Balkanmusik oder Salsa-Rhythmen angereichert. Ohne Noten, ohne Dirigent, ohne Stühle. Mit kleinerer Besetzung, aber den bewährten Komponenten Streicher, Bläser und Rhythmusgruppe gastiert das STEGREIF.orchester bei den Kasseler Musiktagen. Bezüge zur documenta-Stadt, eine Volkslieder-Reise und die Inspiration durch Beethovens Neunte werden eine Rolle spielen. Der verheißungsvolle Programmpunkt passt perfekt zur frischen Handschrift von Olaf A. Schmitt, der seit 2016 das nordhessische Festival künstlerisch leitet. Im Corona-Jahr antwortet man den einschränkenden Bedingungen mit vier intensiven Tagen.

Die Sehnsucht nach Musik

Neben dem STEGREIF.orchester wird das preisgekrönte Trio Catch erstmals beim Festival zu Gast sein. Außerdem kommen Künstler, die hier schon begeistert hatten: Star-Countertenor Valer Sabadus, der erste Geiger des Apollon Musagète Quartetts, Paweł Zalejski und die klassische Band Spark. Eine intime Erfahrung verspricht das Format „Musik zu zweit“, und passend zum Festivalmotto „Siehst du Musik?“ gibt es auch mediale Inszenierungen der Brüder Nick und Clemens Prokop (TYE Shows). Wie sagt Schmitt: „Die Sehnsucht, Musik an einem Ort gemeinsam mit anderen zu erleben, haben wir in den vergangenen Monaten der erzwungenen Abstinenz schmerzhaft gespürt. Wir möchten versuchen, trotz Abstandsregeln diese Gemeinschaft wieder zu ermöglichen.“

Auch interessant

Rezensionen

Anzeige

Video der Woche

Theatersommer 2026 im Liebhabertheater Schloss Kochberg

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Eine faszinierende Reise in die Goethezeit. Von Mai bis September sind auf dem Landsitz von Goethes Liebe Charlotte von Stein Oper, Schauspiel, Konzerte und Lesungen zu erleben. Im einzigartigen Theater von 1800 werden sie gezeigt wie zur Zeit ihrer Uraufführung.
Operntipp: „Scherz, List und Rache“ am 28. Juni 2026!

Festivalfenster

Ausblick auf die spannendsten Festivals

  • „Ich wäre gerne sarkastischer“
    Interview Nemanja Radulović

    „Ich wäre gerne sarkastischer“

    Nemanja Radulović über sein erstes Prokofjew-Album, mentale Herausforderungen und den Klang alter und neuer Geigen.

Newsletter

Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach: frische Klassik!