Nicht immer gestaltet sich das Verhältnis zwischen Politik, Verwaltung und Bürgern harmonisch. Auch Johann Sebastian Bach hatte zu Lebzeiten seine lieben Mühen – und Erfolgsmomente – mit den Fürsten. Unter dem Motto „Herrschaftszeiten! – Bach & die da oben“ loten die Thüringer Bachwochen jene Spannungsverhältnisse und ihren musikalischen Widerhall in knapp drei Dutzend Konzerten aus. Jörg Halubek lässt etwa auf der zu Bachs Lebzeiten eingeweihten Trost-Orgel im Altenburger Residenzschloss das Concerto G-Dur BWV 592 erklingen, das der Namensgeber nach einer Vorlage von Johann Ernst Prinz von Sachsen-Weimar komponiert hat. Regionale Bach-Ensembles stellen am Karfreitag das Publikum vor die Wahl zwischen der Matthäus-Passion in Weimar und der Johannes-Passion in Eisenach. Eine Rarität ist wiederum die „Hamburger Markus-Passion“ von Gottfried Keiser, die Bach für Karwoche in Leipzig 1726 eingerichtet hat. Solomon’s Knot bringt sie in Eisenach zu Gehör. Mit der kanadischen Pianistin Angela Hewitt, der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Concerto Copenhagen und dem britischen Vokalensemble Tenebrae haben weitere hochkarätige Gäste ihr Kommen angekündigt.
Thüringer Bachwochen 2026
Bachs Herrschern auf der Spur
Die Thüringer Bachwochen nehmen unter dem Motto „Herrschaftszeiten! – Bach & die da oben“ das Verhältnis von Bach zu den Obrigkeiten seiner Zeit unter die Lupe.
© Marco Borggreve
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Ausblick auf die spannendsten Festivals
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