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Brahms-Zyklus der Dortmunder Philharmoniker mit Jordan de Souza

Ausrufezeichen mit Brahms

Die Dortmunder Philharmoniker und ihr Chefdirigent Jordan de Souza eröffnen neue Perspektiven auf den Sinfoniker Brahms.

vonJan-Hendrik Maier,

Gleich in seiner ersten Spielzeit als Generalmusikdirektor setzt Jordan de Souza ein musikalisches Ausrufezeichen: An zwei Abenden führt der gebürtige Kanadier die Dortmunder Philharmoniker durch sämtliche Sinfonien von Johannes Brahms. Man darf gespannt sein, auf welche interpretatorischen Details der 38-Jährige das Augenmerk legen wird, zählt der Zyklus doch zum romantischen Kernrepertoire aller großen Klangkörper. Die Entscheidung für die strenge Chronologie ermöglicht zudem, die Entwicklung des spätberufenen Sinfonikers Brahms nachzuvollziehen.

Vom Selbstzweifel zum großen Erfolg

Mehr als ein Jahrzehnt trieb den Hamburger die Arbeit an seinem Erstling um, zwischenzeitlich manifestierte er gar Selbstzweifel in Anbetracht der großen Fußstapfen, die Beethoven in der Gattung hinterlassen hatte: „Ich werde nie eine Sinfonie komponieren. Du hast keinen Begriff davon, wie es unsereinem zu Mute ist, wenn er immer so einen Riesen hinter sich marschieren hört“, schrieb er dem Dirigenten Hermann Levi. 1876 war es schließlich doch so weit: Der 43-jährige Brahms vollendete seine c-Moll-Sinfonie. Die Folgewerke gingen ihm deutlich rascher von der Hand, im Oktober 1885 sollte seine letzte Sinfonie ihre Uraufführung in Meiningen erleben.

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