Ein Abend mit den „Bratschen von Miranda“

Ein echt schräges „Nationalorchester“

Vierzehn Bratschen und eine Rassel tun sich zu den „Bratschen von Miranda“ zusammen und fischen in Hamburg „Perlen der Musik“.

© NDR/Jewgeni Roppel

Da bleibt kein Auge trocken: Die „Bratschen von Miranda“

Da bleibt kein Auge trocken: Die „Bratschen von Miranda“

Was könnte in diesen stürmischen Zeiten erfrischender sein als eine gepfefferte Portion Spaß? Ein quietschfideler Eskapismus soll schließlich immer noch die gesündeste Art sein, über globale wie persönliche Krisen hinwegzukommen. Oder nicht? Nun sind Witze über Bratschen und besonders ihre Bediener allerdings fast so alt wie das Instrument selbst. Dessen künstlerischem Wert entsprechen sie freilich nicht; zudem gibt es in großen Sinfonieorchestern bis zu 20 Planstellen dafür, beim NDR Elbphilharmonie Orchester sind es derer 14.

Wenn sich die nun alle zusammentun und mit einer Rassel ein „Nationalorchester“ bilden, darf schon beim Anblick des Plakats kein Auge trocken bleiben. Wenn dann noch das aus dem Hamburger Schauspielhaus bekannte Regieduo Barbara Bürk und Clemens Sienknecht einen ganzen Abend mit den „Bratschen von Miranda“ inszeniert, bekommt der Spaß gleich einen besonders exotischen Anstrich. Das vermeintliche Herkunftsland Miranda gibt es übrigens als Bundesstaat von Venezuela tatsächlich – ironischerweise mit schwarz-rot-goldener Flagge –, aber in Hamburg steht es wohl doch für Klamauk.

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