Oper Köln: „L’Amour de loin“

Die Liebe aus der Ferne

Kaija Saariahos Oper „L’Amour de loin“ feiert in Köln Premiere.

© Andrew Campbell

Kaija Saariaho

Kaija Saariaho

Sie ist so schön! Und doch kennt er sie nicht. Denn Jaufré Rudel de Blaye, ein Troubadour, hat seine Angebetete nie gesehen. Pilger haben ihm von Clémence, der Gräfin von Tripolis, erzählt. Seine Liebe entflammt und er beschließt, sich auf die weite Reise zu machen. Auf dem Weg zur fernen Geliebten erkrankt er, erreicht jedoch mit letzten Kräften sein Ziel – und stirbt in den Armen von Clémence. Sie versagt sich fortan der profanen Welt und geht ins Kloster. „L’Amour de loin“, die erste Oper der Finnin Kaija Saariaho, greift diese immer wieder neu erzählte Geschichte auf. Eine wahre Geschichte? Bekannt ist lediglich, dass der Troubadour tatsächlich am 2. Kreuzzug teilgenommen hat. Nur sieben seiner Lieder sind erhalten.

Der Fünfakter wurde im August 2000 bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt, das Libretto schrieb der libanesisch-französische Autor Amin Maalouf. In Köln übernimmt Johannes Erath die Regie. In einer Rezension wurde er für seine „psychologisch genaue, verlebendigende Personenregie“ gelobt.

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