© Rita Antonioli

Angelin Preljocaj

Angelin Preljocaj

Der Choreograf Angelin Preljocaj wurde 1957 in den Banlieus von Paris als Kind albanischer Eltern geboren. Zunächst nahm er ein Studium in klassischem Tanz auf, um sich anschließend dem Ausdruckstanz in der Klasse von Karin Waehner zu widmen. Es folgten Kurse in New York bei Merce Cunningham. Wieder in Frankreich, arbeitete Preljocai als Tänzer in der Compagnie Quentin Rouillier und später am Centre National de Danse Contemporaine d’Angers. Seine erste Choreografie entstand im Jahr 1982. Zu diesem Zeitpunkt war Preljocaj als Tänzer bei Dominique Bagouet beschäftigt.

Nur zwei Jahre später gründete er in Champigny (Marne) seine eigene Kompanie, das „Ballet Preljocaj“, und wagte damit den Schritt in die Unabhängigkeit. Zeitgleich wurde ihm ein Stipendium zuteil, woraufhin ein Auslandsaufenthalt in Japan folgte, um das sogenannte Nō-Theater zu studieren – eine traditionelle japanische Tanzkunst, die sich durch starre, meist eckige Bewegungsabläufe, Maskentanz und volkstümliche Gesänge auszeichnet. Auf eine Einladung in den Palais Garnier, wie das Pariser Opernhaus auch genannt wird, entwarf er schließlich die Choreographien „Spectre de la rose“, „Parade“und „Noces“, die, jede für sich genommen, als Hommage an die Ballets Russes zu verstehen sind.

1985 folgte das Auftragswerk „Le Parc“ für das Ballet de l’Opéra de Paris, das mit dem Tanzpreis Benois de la Danse ausgezeichnet wurde. 1996 hat Preljocajs Reisetätigkeit ein Ende, sodass sich Künstler und Compagnie in Aix-en-Provence niederließen. 1997 kreierte der Choreograph dann gemeinsam mit dem New York City Ballet im Rahmen des „Diamond Project“ das Werk „La Stravaganza“. Zudem erhielt er für sein Stück „Annonciation“ den Bessie Award.
2006 wurde Preljocaj zum Direktor des neu erbauten Centre Chorégraphique National in Aix ernannt. Zudem arbeitete der Pariser unter anderem mit Karlheinz Stockhausen zusammen sowie der Musikgruppe „Air“ und Jean Paul Gaultier.

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