Radio-Tipp 5.3.: Der „Frosch des Jahres“ für die Operettenproduktion des Jahres

Kehraus

Am Rosenmontag wird im Staatstheater Augsburg der „Frosch des Jahres“ vergeben, der die Operettenproduktion des Jahres auszeichnet.

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Grafik zum Operettenpreis des BR: "Frosch des Jahres"

Grafik zum Operettenpreis des BR: "Frosch des Jahres"

Die Redaktion des „Operetten-Boulevard“, eine wöchentlich ausgestrahlte Radiosendung auf BR-Klassik, vergibt zwölf Mal im Jahr einen „Frosch des Monats“. Mit dem nach der Figur aus Strauss’ „Die Fledermaus“ benannten Preis werden herausragende Produktionen des Operettenfachs ausgezeichnet. Beispielsweise solche, die sich um eine zeitgemäße Neuinszenierung eines Werks verdient gemacht oder den gattungsimmanenten Esprit neu entfacht haben. Seit drei Jahren vergibt eine Jury die Auszeichnungen. Diese krönt der „Frosch des Jahres“, mit dem der beste unter den Monatspreisträgern prämiert wird. Im Staatstheater Augsburg findet die Verleihung am 4. März bei einer feierlichen Gala statt, die BR-Klassik am Abend des 5. März im Radio übertragen wird.

Nominiert für den „Frosch des Jahres“

Zu den Nominierten zählen Häuser und deren Produktionen aus der ganzen Welt. Angefangen mit dem Teatro alla Scala Milano, das mit einer „Fledermaus“ begeisterte, über Spolianskys „Es liegt in der Luft“ am Theater Erfurt und „Alles Schwindel“, ebenfalls von Spolianskys, am Maxim Gorki Theater Berlin. Die Oper Frankfurt glänzte mit Lehárs Klassiker „Die lustige Witwe“, während das Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz eine starke Neuinszenierung von Oscar Straus’ „Der tapfere Soldat“ herausbrachte. Beim Lehár Festival Bad Ischl begeisterte Abrahams „Die Blume von Hawaii“ und die Bühne Baden zeigte ebenfalls eine starke Neudeutung von „Die lustige Witwe“.

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Operettenpreis des BR: Trophäe "Frosch des Jahres"

Operettenpreis des BR: Trophäe "Frosch des Jahres"

The Ohio Light Opera spielte mit „Cloclo“ ein weniger bekanntes Stück Franz Lehárs. Im Schweizer Casinotheater Winterthur traf Strauss’ Meisterwerk in „Die Rache der Fledermaus“ auf den Partyrausch der Moderne. Hier setzten die Geschwister Pfister auf Bass und Gitarre statt auf Orchester. Nominiert für den „Frosch des Jahres“ sind außerdem die Musikalische Komödie Leipzig für Kálmáns „Die Herzogin von Chicago“, die Staatsoper Hannover für Jacques Offenbachs „Roi Carotte“ und die Oper Graz für Joseph Beers „Polnische Hochzeit“.

Eine Festgala im martini-Park

In der Interimsspielstätte des Staatstheaters Augsburg, dem martini-Park, spielen die Augsburger Philharmoniker unter der Leitung von Lancelot Fuhry bei der Preisverleihung eine bunte Auswahl von Stücken aus dem Operettenkosmos. Wie bereits bekannt gegeben wurde, geht der „Frosch des Jahres 2018“ dann an Bad Ischl. Die Jury begründete das mit den Worten: „Ein verlorenes Paradies ist dieses Operetten-Hawaii. Das verlorene Paradies von Paul Abraham, als er noch ein berühmter und erfolgreicher Komponist in Berlin – und Operette lebendiges, zeitgemäßes Theater war. Einsam ist Abraham in den USA, doch mit seiner Fantasie zaubert er sich seine Musik und sein Werk in die triste Gegenwart. Knallbunte Glitzerrevue, eingebettet in eine Rahmenhandlung, entlässt in Bad Ischl ein berührtes und begeistertes Publikum.“

Eindrücke von Abrahams „Die Blume von Hawaii“ in Bad Ischl:

concerti-Tipp:

Di. 5.3.2019, 20:05 Uhr
Der „Frosch des Jahres“ für die Operettenproduktion des Jahres
BR-Klassik

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