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ECHO Nachfolgepreis: OPUS KLASSIK

OPUS KLASSIK wird ECHO-Nachfolger

Nach dem ECHO-Debakel präsentiert die Musikbranche einen neuen Musikpreis. Der OPUS Klassik wird erstmals am 14. Oktober in Berlin verliehen

vonJohann Buddecke,

Die Klassik-Branche hat einen neuen Musikpreis. Der ECHO Klassik-Nachfolger mit dem Namen OPUS KLASSIK wird erstmals am 14. Oktober 2018 im Konzerthaus Berlin verliehen. Initiator und Herausgeber des neuen Preises ist der neugegründete “Verein zur Förderung der Klassischen Musik”. Somit wird der Preis unabhängig vom Bundesverband Musikindustrie (BVMI) vergeben, der bisher für die Vergabe des ECHOs verantwortlich zeichnete. Die Preisverleihung des neuen OPUS KLASSIK wird vom Medienpartner ZDF am Tag der Verleihung um 22 Uhr ausgestrahlt.

Langfristige Neuausrichtung beim OPUS KLASSIK

Die Neuausrichtung des Preises ist längerfristig geplant, so beruht der OPUS KLASSIK im ersten Jahr noch auf den ursprünglichen Regularien des abgeschafften ECHO-Klassik. Ziel des Vereins ist es, den Preis im Laufe seines Bestehens sukzessive weiterzuentwickeln und gleichzeitig Konzepte zu entwickeln, die klassische Musik zu einer stärkeren Anerkennung verhelfen. Bekannt ist zudem, dass sich der Preis zukünftig nicht mehr ausschließlich an Verkaufszahlen von Tonträgern orientieren möchte.

Mitglieder des Vereins sind unter anderem die Deutsche Grammophon, Sony Music, Warner Music sowie der Verband “CLASS – Association of Classical Independents in Germany”. Außerdem die Musikverlegerin Dagmar Sikorski, der zukünftige Intendant des Festspielhauses Baden-Baden Benedikt Stampa und die Konzertdirektion Rudolf Goette, dessen Geschäftsführer Burkhard Glashoff den Vorstandsvorsitz des Vereins übernimmt. Die ersten Preisträger möchte der Verein Anfang September bekanntgeben.

Im Frühjahr diesen Jahres war der ECHO durch die Auszeichnung der Rapper Farid Bang und Kollegah in einen Antisemitismus-Skandal verwickelt worden, in dessen Folge der Preis abgeschafft wurde. Zuvor hatten sich Künstler wie Igor Levit, Daniel Barenboim und das Notos Quartett in kritischen Stellungnahmen zu der Verleihung an beide Rapper geäußert und schließlich ihre eigenen ECHO-Auszeichnungen zurückgegeben. Auch aus der Popmusikszene hagelte es damals Kritik, unter anderem äußerten der Tote-Hosen-Sänger Campino und Peter Maffay sich kritisch zur Preisvergabe. Beide Rapper waren in der Kategorie Hip-Hop/Urban National geehrt worden, obwohl ihr Album Textzeilen wie „Mein Körper definierter als Ausschwitzinsassen“ enthielt.

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