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Porträt Bryce Dessner

Keine Berührungsängste

Beim Komponistenporträt in der Münchner Pinakothek der Moderne ist Bryce Dessner auch als Gitarrist zu erleben.

vonEcki Ramón Weber,

Der Gitarrist und Komponist Bryce Dessner ist gleichermaßen sowohl in der Rockmusik als auch in der Neuen Musik zu Hause: Berühmtheit erlangt hat er seit 1999 als Mitglied der New Yorker Independent-Rock-Band The National, in der er noch heute spielt. Mit ihren düsteren, melancholischen, zärtlichen, mitunter geheimnisvollen Songs gelten die Bandmitglieder als musikalische Edelfedern. Längst werden sie mit Legenden wie Leonard Cohen, Joy Division, Depeche Mode oder Nick Cave verglichen. Neben seiner Mitwirkung bei The National ist Bryce Dessner auch als eigenständiger Komponist in anderen Bereichen hervorgetreten: mit Orchester- und Kammermusik sowie mit Kompositionen für die Tanzbühne und Filmmusik, etwa für den existenzialistischen Western-Thriller „The Revenant“ von Alejandro González Iñarritu.

Farbenreiche Klanglandschaften

Seitdem Dessner 2015 von New York nach Paris gezogen ist, sind seine Werke auch in den europäischen Neue-Musik-Szenen angekommen. In seinen atmosphärischen Werken kreiert er farbenreiche Klanglandschaften, in denen sich genau jene vielfältigen Einflüsse verbinden, die ihn geprägt haben: Elemente des Schmelztiegels New York, klassische Vorbilder, Anregungen aus der Minimal Music sowie Elemente aus der Popkultur, von Ambient Music bis Folk. Beim Komponistenporträt in der Pinakothek der Moderne präsentiert sich Bryce Dessner mit der E-Gitarre auch als Interpret eigener Konzertmusik.

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