Nein, den gern bemühten Vergleich mit Lang Lang mag Yojo gar nicht. Zu Recht, denn dieser Pianist kennt keine Genregrenzen! Und wenn sich hier mit Alexander Suleiman noch ein Cellist an seine Seite gesellt, der das Saiten-Abenteuer liebt, gibt das im Ergebnis einen ebenso wilden wie intelligenten Ritt durch die Tonräume. Dass Yojo einen Lehrer (und Stiefvater) namens Franz Hummel hat, mag kaum glauben, wer diese an Energie und Kreativität bisweilen überbordende Fantasiereise erlebt, die indes keineswegs allein auf atemstockende Virtuosität setzt: Nein, das Duo vermag seine bisweilen tonal völlig losgelösten Gedanken durchaus auch in aller Ruhe zu entwickeln. Um sich dann aber doch aufs Neue daran zu machen, das weite Ton-Spektrum seiner Instrumente auszuloten und sich ins Abenteuer der Avantgarde zu stürzen. Dabei improvisieren die beiden auf Teufel komm raus, indes so intelligent und voller temporeicher Spiel- und Reaktionsfreude, dass (fast) jede ihrer Ideen zündet.
CD-Rezension Alexander Suleiman
Intelligenter Ritt durch die Tonräume
Voller temporeicher Spiel- und Reaktionsfreude: Der Pianist Yojo und der Cellist Alexander Suleiman überzeugen
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„Ohne Geige würde mir die Seele fehlen“
Seit 2011 leitet Joshua Bell die Academy of St Martin in the Fields. Sein Violinspiel liegt in zahlreichen Aufnahmen vor – und in 20 000 digitalen Samples.
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