Startseite » Rezensionen » Belebend

Rezension Carion Wind Quintet – Carion in C

Belebend

Das Carion Wind Quintet aus Dänemark beweist mit Werken von Mozart, Nielsen und Stivriņa einmal mehr seine Klasse als Bläserquintett.

vonFrank Armbruster,

Das Bläserquintett zählt zu jenen altehrwürdigen Gattungen der Kammermusik, deren Aufführungspraxis im Lauf der Zeit etwas Patina angesetzt hat. Beim Streichquartett sind es aktuell Ensembles wie das deutsche Vision String Quartet, die mit neuen Konzepten die Gattung beleben, beim Bläserquintett gehört das Carion Wind Quintet dazu. Nicht nur spielen die Dänen auswendig, sie vermitteln die Struktur der Werke auch – im Internet kann man es anhand zahlreicher Videos bestaunen – durch ausgefeilte Choreografien im Raum. Musikalisch und technisch zählen sie ohnehin zur Spitze: Das beweist auch diese CD mit Carl Nielsens bedeutendem Quintet op. 48 als zentralem Werk, um das sie neben Mozarts Divertimento KV 113 und Terry Rileys „In C“ auch den hochinteressanten Miniaturenzyklus „A Man without a Country“ der lettischen Komponistin Renāte Stivriņa gruppiert haben.

Carion Wind Quintet
Carion Wind Quintet

Carion in C
Riley: In C, Stivriņa: A Man Without a Country, Nielsen: Bläserquintett op. 43, Mozart: Divertimento KV 113, Traditional: I Dreamt a Dream

Carion Wind Quintet
Odradek

Auch interessant

Rezensionen

Aktuelle Rezensionen

  • „Ohne Geige würde mir die Seele fehlen“
    Interview Joshua Bell

    „Ohne Geige würde mir die Seele fehlen“

    Seit 2011 leitet Joshua Bell die Academy of St Martin in the Fields. Sein Violinspiel liegt in zahlreichen Aufnahmen vor – und in 20 000 digitalen Samples.

Anzeige

Audio der Woche

Gabriel Meyer präsentiert „Before I Knew“

Der Zürcher Pianist Gabriel Meyer veröffentlichte am 19. Dezember 2025 seine zweite Single „Before I Knew“. Das Stück setzt den mit dem Debüt begonnenen Weg fort und ist Teil des Albums „Remember“, das im Mai 2026 erscheint.

Newsletter

Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach: frische Klassik!