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Christoph und Julian Prégardien würdigen Vater und Sohn Mozart

Aus dem übergroßen Schatten treten

In „Väter und Söhne“ beleuchten Christoph und Julian Prégardien das musikalische Erbe von Wolfgang Amadeus und Franz Xaver Mozart.

vonJohann Buddecke,

Das Sprichwort vom Apfel, der nicht weit vom Stamm fällt, hielt spätestens gegen Ende des 18. Jahrhunderts Einzug in deutsche Wörterbücher. Ob die Familie Mozart bereits davon Gebrauch machte, ist zwar nicht überliefert, gesichert ist aber, dass musikalische Begabung dort über Generationen hinweg weitergegeben wurde. Die Tenöre Christoph und Julian Prégardien nehmen in ihrem Konzertprogramm „Väter und Söhne“ jedoch nicht die bekannte Beziehung zwischen Leopold und dem Genie Wolfgang Amadeus unter die Lupe, sondern fokussieren auf jene zwischen Wolfgang Amadeus und dem im Juli 1791 geborenen Franz Xaver. Dieser trat sein Leben lang als Wolfgang Amadeus bzw. Wolfgang Gottlieb Mozart Sohn auf – der erwünschte Erfolg stellte sich aber nie ein, und sein Schaffen geriet in Vergessenheit. Gemeinsam mit dem Freiburger Barockorchester unter der Leitung von Kristian Bezuidenhout eröffnen Vater und Sohn Prégardien nun unterschiedliche Perspektiven auf das musikalische Erbe der Familie Mozart und stellen Arien, Lieder, Rezitative und Instrumentalstücke beider Komponisten gegenüber.

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