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CD-Rezension Diana Damrau

Lehrstunde des Gesangs

Dynamischer Kunstgesang: Diana Damrau brilliert in italienischen Opern des 19. Jahrhunderts

vonAndreas Falentin,

Schon die Ausschnitte aus Puritani und Sonnambula lohnen die Anschaffung dieses Recitals, mit dem Diana Damrau dem Einfluss des Belcanto-Gesanges auf die italienische romantische Oper nachspürt. Mit wärmer gewordener Mittellage gestaltet sie Bellinis endlose Melodiebögen so souverän wie differenziert und schafft berührende Figurenportraits – wie auch mit Donizettis hysterischer angelegten Rosmonda und Maria Stuarda. Ein weiterer Höhepunkt ist das filigrane Porträt der Amalia aus Verdis frühen Masnadieri. Traviata und Nedda dagegen fallen leicht ab,  geraten schlicht zu kunstvoll, zu introvertiert, im Sinne des CD-Titels: zu belcantistisch. Dennoch ist dieses Album, auch weil das Orchestra Teatro Regio Torino und Gianandrea Noseda mit hörbarer stilistischer Kompetenz und viel Engagement begleiten, eine einmalige Lehrstunde in Stimmfärbung, Phrasierung und dynamischem Kunstgesang.

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