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CD-Rezension Jörg Waschinski

Kastrat als Komponist

Jörg Waschinski singt die handwerklich einwandfreien Arien Farinellis mit schöner Stimm- und Klangfarbe

vonArnt Cobbers,

Wer sich für die Kunst der Kastraten wirklich interessiert, sollte diese CD kennen lernen. Hier nämlich präsentiert sich der berühmte Farinelli – als Komponist für die eigene Stimme. Die bis zu fünfzehn Minuten langen Arien sind gespickt mit endlosen Koloraturen, schönen Melodien und überraschenden Einfällen. Genial ist das nicht, aber sauberes Handwerk, immerhin hatte der junge Farinelli bei Porpora in Neapel Komposition gelernt. Die Arien entstammen einem Prachtband, den Farinelli 1753 Kaiserin Maria Theresia übersandte. Der Berliner Jörg Waschinski meistert die Schwierigkeiten anscheinend mühelos, sein Sopran verleiht den Stücken eine ganz besondere Farbe.

Farinelli, the Composer
Arien und Rezitative von CarloBroschi, genannt Farinelli
Jörg Waschinski (Sopran)
Salzburger Hofmusik
Wolfgang Brunner (Leitung). NCA

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