Startseite » Rezensionen » Emphatisch

CD-Rezension Krystian Zimerman – Schubert: Sonaten D 959 & 960

Emphatisch

Alles wirkt genau studiert, durchdacht, erwogen, beredt – ein bisschen mehr Laissez-faire hätte sich Krystian Zimerman erlauben können

vonChristian Lahneck,

Nach so vielen Jahren wieder eine Solo-Aufnahme mit Krystian Zimerman, dazu im Beiheft Persönliches in Interview-Form. Das allein lässt aufhorchen. Ausgewählt hat er kurz vor seinem 60. Geburtstag die beiden letzten Schubert-Sonaten, Werke, die Zimerman lange kennt und denen er mit gewohnter Ehrfurcht und Akribie begegnet. Alles wirkt genau studiert, durchdacht, erwogen, beredt – wie im Mittelteil des langsamen Satzes der A-Dur-Sonate. Doch es gibt Momente, wo man sich fragt, ob der Purist Zimerman sich nicht einfach ein bisschen mehr Laissez-faire hätte erlauben können? Alles klingt so richtig und so wahr, so genau – aber auch frei und erlebt? Zugegeben, ein Eindruck, der sich allenfalls an der zweiten Stelle hinter dem Komma niederschlägt. Besonderen Reiz erhält die Aufnahme durch den von Zimerman selbst präparierten Flügel, der nicht so hart-monochrom wie moderne Steinways klingt.

Schubert: Sonaten D 959 & 960

Krystian Zimerman (Klavier)
Deutsche Grammophon

Auch interessant

Rezensionen

Termine

Aktuelle Rezensionen

Anzeige

Audio der Woche

Das letzte Kapitel in Alon Sariels Bach-Erkundung – mit Mandolinen, Mandola, Laute und Bağlama

Alon Sariel vertieft seinen gefeierten Bach-Zyklus und gestaltet eine Klangwelt von außergewöhnlicher Raffinesse und innerer Intensität.

jpc Logo
Amazon Logo
Apple Music Button

Newsletter

Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach: frische Klassik!