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Rezension Scharoun Ensemble – Schubert: Okett

Schubert in der DNA

Das Oktett von Franz Schubert ist beim Berliner Scharoun Ensemble in besten Händen: Intensiv durchforscht es den Kosmos dieses Ausnahmewerks.

vonEcki Ramón Weber,

Das berühmte Oktett von Franz Schubert ist praktisch die DNA des Scharoun Ensembles, das sich aus Mitgliedern der Berliner Philharmoniker formiert. Denn die Besetzung mit Klarinette, Fagott, Horn, Streichquartett und Kontrabass hat sich 1983 nach dem Vorbild von Schuberts Oktett zusammengefunden. Gut fünfhundertmal hat das Ensemble sein Signaturwerk schon aufgeführt. Jetzt gibt es eine Neuaufnahme des gut sechzigminütigen Kammermusikwerks in sechs Sätzen, mit dem Schubert erklärtermaßen seinen „Weg zur großen Sinfonie bahnen“ wollte: satte Farben, perfekt verschmelzende Flächen, kräftige Konturen, ausdifferenzierte Mischungen, Intensität allenthalben. Tatsächlich wird hier ein ganzer Kosmos ausgebreitet. Die Gefühlswelten von Schubert zwischen Licht und Schatten, Hoffnung und Brüchen, geselligem Musizieren und Einsamkeit, Jugendfrische und Verzweiflung, Traum und Tragik, Rausch und Ernüchterung, Populärem und Experimentellem durchdringen die acht Mitglieder des Scharoun Ensembles überaus vielschichtig. Diese enorme Ausdruckspalette ist faszinierend. Ein spannendes, nuancenreiches Hörerlebnis von Anfang bis Ende.

Schubert: Oktett D 803

Scharoun Ensemble
Pentatone

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