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CD-Rezension Vilde Frang: Mozart

Salzburger Poesie

Vilde Frang lässt nicht nur durch Energie und dynamische Wendigkeit aufhorchen, sondern auch durch ihre Klangfarbigkeit

vonChristoph Forsthoff,

Unter den zahlreichen Saitenspringerinnen der jüngeren Generation gehört die Norwegerin zweifellos zu denjenigen, die nicht allein in puncto Energie und dynamischer Wendigkeit aufhorchen lassen, sondern auch durch ihre Klangfarbigkeit. Denkanstöße statt Gefiedel lautet ihre Devise in Mozarts Violinkonzerten – die vom Kammerorchester Arcangelo gern aufgenommen wird. Prägnant und doch bedachtsam gewinnt da noch jede Nebenfloskel ihre Botschaft – und die Solistin nutzt die so bereitete Bühne für Sanglichkeit und Poesie, weiß ebenso intelligent zu phrasieren wie fein und intim zu gestalten. Zugleich aber lässt dieser gänzlich unprätentiöse Mozart nicht nur immer wieder aufhorchen, sondern auch ganz genau hinhorchen, ist es doch ein höchst feinsinniges Vergnügen, wie die Geigerin und ihr Bratschenkollege Maxim Rysanov da in der Sinfonia concertante aufeinander hören und reagieren. Das Saiten-Glück muss bei Frang eben keineswegs immer ein wildes sein.

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