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CD-Rezensionen Orchester Wiener Akademie

Ohne Eisenhammer

Das ist mehr als eine Ehrenrettung: Liszts nicht vollkommen gelungene Dante-Sinfonie auf Instrumenten, die einst sein Orchester in Weimar benutzte. Im Gegensatz zu manch berühmterem Ensemble klingen hier die Originalinstru­mente nicht schrill und blechern, sondern herrlich warm – beste Wiener Tradition sozusagen. Man entdeckt in jedem Takt neue Töne, Farben, Mixturen. Dantes Inferno bedeutet nicht…

vonVolker Tarnow,

Das ist mehr als eine Ehrenrettung: Liszts nicht vollkommen gelungene Dante-Sinfonie auf Instrumenten, die einst sein Orchester in Weimar benutzte. Im Gegensatz zu manch berühmterem Ensemble klingen hier die Originalinstru­mente nicht schrill und blechern, sondern herrlich warm – beste Wiener Tradition sozusagen. Man entdeckt in jedem Takt neue Töne, Farben, Mixturen. Dantes Inferno bedeutet nicht automatisch Eisenham-
mer, es bringt den Hörer auch mit Dezenz zur Strecke. Noch überzeugender: die selten zu erlebende Evocation à la Chapelle Sixtine aus Liszts frühen römischen Jahren. Sicher eine der faszinierendsten Aufnahmen im Jubiläums-
jahr 2011. Fortsetzungen sollen folgen.

Liszt: Dante-Sinfonie, Evoation à la Chapelle Sixtine
Orchester Wiener Akademie, Chorus Sine Nomine, Martin Haselböck (Leitung). NCA

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