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Berlioz: Béatrice et Bénédict

Im Vergleich zu den bedeutungsschwangeren, zuvor entstandenen „La damnation de Faust“ und „Les Troyens“ wirkt die heitere Handlung von Hector Berlioz’ finalem Bühnenwerk „Béatrice et Bénédict“ etwas verloren. Das täuscht natürlich, denn allein die Musik zeugt von ausdifferenzierter Feinheit, die in dieser Zeit ihres gleichen sucht. Auch steht Berlioz in einer französischen Tradition, in der neben Sängerinnen, Sängern und Orchester auch Chor und Tanz zueinander finden und alles in einem grandiosen Spektakel zusammengeworfen wird.

Wie auch bei Verdis letzter Oper einige Jahrzehnte später bedient sich Berlioz eines heiteren Stoffs von William Shakespeare. Nach einer siegreichen Schlacht sollen die Tochter des Gouverneurs von Messina, Héro, und der Rückkehrer Claudio vermählt werden. Das Glück scheint allzu perfekt. Nur die Cousine Héros, Beatrice, und Claudios Freund Bénédict sind vom Heiraten per se nicht so wirklich überzeugt. Eine Intrige muss her, um die beiden vom Gegenteil zu überzeugen. Ein bissiges Werk nach Shakespeares „Viel Lärm um nichts“. (PE)

Interpreten

Milda Tubelytė (Béatrice)
Matthew Peña (Bénedict)
Victoria Leshkevich (Hero)
Zachariah N. Kariithi (Claudio)
Jisang Ryu (Don Pedro)
Mino Marani (Leitung)
Franziska Severin (Regie)

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