Termintipp

Monteverdi: Die Krönung der Poppea

In „Die Krönung der Poppea“ triumphiert die Schlechtigkeit.

© Schewig Fotodesign

Alessandro Quarta

Alessandro Quarta

„Pur ti miro“, „Dich nur sehen“ – mit diesem ebenso berühmten wie berührenden Liebesduett feiern Poppea und Nerone „Die Krönung der Poppea“ am Ende von Monteverdis gleichnamiger Oper. Zudem gilt das Duett als das letzte Wort des Musikdramatikers Monteverdi, der 1643 – ein Jahr nach Fertigstellung des Werks – verstarb. Ein überraschendes Wort, denn dass das intrigante, amoralische und gewaltbereite Liebespaar am Schluss mit Hochzeit und Krone belohnt wird, ist ein Schlag ins Gesicht der poetischen Gerechtigkeit. Üblicherweise stand im Drama am Ende die Bestrafung des Bösen.

Welcher Teufel also hatte Librettist Giovanni Francesco Busenello geritten, als er der machtgeifernden Poppea den Thron überließ? Keiner, denn in fast allen historischen Quellen des Librettos fehlt dieser Schlusssatz, der im Übrigen schon zuvor von Benedetto Ferrari vertont wurde. Man muss wohl davon ausgehen, dass die letzten ergreifenden Takte, mit denen Monteverdi einen Schlussstrich unter sein musikdramatisches Schaffen zog, gar nicht von ihm stammen. Herzerweichend sind sie trotzdem. (Sören Ingwersen)

Interpreten

Alessandro Quarta (Leitung)
Serena Sinigaglia (Regie)

Vergangene Termine

Freitag, 08.11.2019
19:00 Uhr
Opernhaus
Sonntag, 03.11.2019
16:00 Uhr
Opernhaus
Samstag, 26.10.2019
19:00 Uhr
Opernhaus
Mittwoch, 16.10.2019
19:00 Uhr
Opernhaus
Samstag, 05.10.2019
19:00 Uhr
Opernhaus
Samstag, 14.09.2019
Opernhaus Kiel

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