London, Soho. Mehr Worte bedarf es nicht, um das Tor zu öffnen zu Bertolt Brechts scharf gezeichneter Ganovenpersiflage „Die Dreigroschenoper“. Mit bissigem Humor und zynischer Präzision entlarvt der Schöpfer des epischen Theaters darin die brüchigen Moralvorstellungen der Weimarer Republik. Auch die Musik setzt Maßstäbe: In einer Folge grotesker Songs, Balladen und Moritaten verschränkt Kurt Weill Jazz- und Tangoanklänge mit Blues und Jahrmarktsmusik, durchzogen von pointierten, ironischen Seitenhieben auf Oper und Operette. Wie zeitlos und vieldeutig der Stoff ist, zeigt nun Regisseur Till Kleine-Möller am Mainfrankentheater Würzburg. Die musikalische Leitung hat Adrian Sieber.
Weill: Die Dreigroschenoper
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„Es ist eine ewige Entdeckungsreise“
Pianist Rudolf Buchbinder über Schuberts Tänze, das Grafenegg Festival, seine Faszination für verschiedene Ausgaben von Beethoven-Sonaten – und die Fußball-Weltmeisterschaft.
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