Überschwänglich, freudvoll, aber nicht ohne dramatisches Feuer präsentiert sich Beethovens fünfte Violinsonate, die nicht nur aufgrund ihrer Erstveröffentlichung im Frühjahr 1802 den Beinamen „Frühlingssonate“ trägt – die vielen eleganten Kantilenen, schwungvollen Sechzehntelverzierungen und der omnipräsente freundliche Gestus tragen ihr Übriges zum aufbruchshaften, heiteren Stimmungsbild der Sonate bei. Diese bildet den Auftakt für das Frühjahrskonzert von Gustav Frielinghaus und Jaan Ots im Kleinen Saal der Elbphilharmonie.
Im Zentrum steht allerdings die zweite Violinsonate des 1926 in Kiel geborenen Komponisten Joachim Schweppe, eine selten gespielte Rarität der Nachkriegsmoderne. Sie entstand in einer frühen Schaffensphase, geprägt von der Suche nach Orientierung zwischen Tradition und Aufbruch. In klassischer Viersätzigkeit verbindet sie barocke Formmodelle wie die Fuge mit einem eigenständigen, modernen harmonischen Tonfall – und löst sich damit zugleich von der zuvor unter der NS-Herrschaft verbreiteten Diffamierung des Neuen.
concerti verlost 10 x 1* Ticket für das Konzert von Gustav Frielinghaus und Jaan Ots, das am 11. April im kleinen Saal der Elbphilharmonie Hamburg stattfindet.
Den Abschluss des Konzerts bildet schließlich Brahms’ dritte Violinsonate, die als Tor zur späten Schaffensphase des Komponisten ihrerseits für einen frühlingshaften Aufbruch steht – zwischen raumgreifender, tiefgreifender Melodik, harmonischer Intensität und der gleichberechtigten Behandlung von Violine und Klavier. So entfaltet sich ein Konzert, das den Frühling nicht nur als Jahreszeit begreift, sondern als Sinnbild des Lebens in seiner ganzen Wandlungsfähigkeit musikalisch erfahrbar werden lässt.
*Bei Wunsch und Bedarf können weitere Karten angefragt und käuflich erworben werden.
Ticket-Verlosung: Gustav Frielinghaus und Jaan Ots in der Elbphilharmonie
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