Da seine geplante Oper „Rübezahl“ nie wirklich über den Status eines Fragments hinaus gelangte, arbeitete Carl Maria von Weber die bereits vorhandene Ouvertüre kurzerhand zu einem eigenständigen Werk um. Dass „Der Beherrscher der Geister“ mit seinen markanten Themen nun zwar nicht auf der Opernbühne, aber im Konzert beeindruckende Wirkung erzielen kann, beweist das Philharmonische Orchester Altenburg Gera in seinem dritten sinfonischen Konzert dieser Saison. Mit Ermanno Wolf-Ferraris Cellokonzert steht zudem eine echte Rarität auf dem Programm, die – entgegen aller modernistischen Strömungen zur Zeit ihrer Entstehung – gänzlich im melodisch-postromantischen Duktus daherkommt. Den Solopart übernimmt der 1988 in Athen geborene Michael Heupel. In der zweiten Hälfte des Abends erklingt Anton Bruckners sechste Sinfonie in A-Dur. Der Komponist selbst bezeichnete das bis vergleichsweise selten gespielte Werk als seine „keckste“ Sinfonie. Die musikalische Leitung hat der deutsche-polnische Dirigent Mateusz Molęda inne.
Michael Heupel zu Gast beim Philharmonischen Orchester Altenburg Gera
Wenn Fragmente zu leuchten beginnen
Cellist Michael Heupel und das Philharmonische Orchester Altenburg Gera beschwören musikalische Geister von Weber bis Wolf-Ferrari.
© Betty Lux
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„Ohne Geige würde mir die Seele fehlen“
Seit 2011 leitet Joshua Bell die Academy of St Martin in the Fields. Sein Violinspiel liegt in zahlreichen Aufnahmen vor – und in 20 000 digitalen Samples.
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