Heute wäre sie ein einflussreicher Star. Stattdessen steht die 1894 mit 39 Jahren in Amsterdam verstorbene Amanda Röntgen-Maier noch immer im Schatten ihrer berühmten männlichen Kollegen. Die hochtalentierte Künstlerin absolvierte an der Königlich-Schwedischen Musikakademie in Stockholm höchst erfolgreich die Fächer Violine, Orgel, Klavier, Komposition, Musiktheorie und Dirigieren. Danach ging sie nach Leipzig, wo sie am Konservatorium bei Carl Reinecke ihr Kompositions- und bei Engelbert Röntgen ihr Violinstudium weiterführte. In Leipzig lernt sie Röntgens Sohn Julius kennen, die Hochzeit folgt 1880.
Vorher aber unternimmt Amanda Maier vier Jahre lang als Violinistin mehrere Gastspielreisen durch Skandinavien und Russland und tritt auch als Organistin in Erscheinung. Nach der Heirat lebt sie mit Julius Röntgen in Amsterdam, wo dieser als Klavierlehrer arbeitet und die Musikhochschule aufbaut. Die öffentliche Karriere als Solistin ist für Amanda Röntgen-Maier mit der Ehe beendet. Musiziert wird fortan bei privaten Soiréen. Ihr einziges Violinkonzert entstand während der Leipziger Jahre.
Termintipp
Di., 14. Juli 2026 11:00 Uhr
Konzert
András Schiff, Klavierstudierende
Festival Musikdorf Ernen
Di., 14. Juli 2026 12:00 Uhr
Musik in Kirchen
Karl Pohlandt
Werke von Muffat, J. S. Bach & Reger
Di., 14. Juli 2026 18:00 Uhr
Musiktheater
Lehár: Die lustige Witwe
Manuel Pollinger/Gregor Roskwitalski (Baron Mirko Zeta), Jana Büchner/Julia Domke (Valencienne), Beomseok Choi/Alexander Donesch (Graf Danilo Danilowitsch), José Luis Gutiérrez (Leitung), Sergio Raonic Lukovic (Regie)
Di., 14. Juli 2026 19:00 Uhr
Konzert
Trio Hélios, Philharmonisches Orchester Vorpommern, Florian Csizmadia
Beethoven: Coriolan-Ouvertüre c-Moll op. 62 & Tripelkonzert C-Dur op. 56, Mozart: Sinfonie Nr. 41 C-Dur KV 551 „Jupiter“
Di., 14. Juli 2026 19:00 Uhr
Musiktheater
Berg: Lulu
Juliana Zara (Lulu), Almerija Delic (Gräfin Geschwitz), Martin Platz (Alwa), Jan Croonenbroeck (Leitung), Jens-Daniel Herzog (Regie)








