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Reise-Tipp: Göttingen und der Harz

Ewige Weiten, ewige Musik

In Göttingen und dem Harz inspirierten die einzigartigen Naturlandschaften schon manch großen Literaten und Musiker.

vonAndré Sperber,

„Paris besingt man immer wieder, von Göttingen gibt’s keine Lieder.“ Mit sehnender Melancholie würdigte die französische Chansonsängerin Barbara 1964 die Schönheit und Lebendigkeit der Universitätsstadt im südlichen Zipfel Niedersachsens. Auch Johannes Brahms, Clara Schumann und Joseph Joachim hinterließen ihre Spuren in den gemütlichen Gassen zwischen Campus und Gänseliesel. Heute jedoch ist die am Fuße des Harzes gelegene Stadt der Klassikwelt vor allem für ihre Händel-Festspiele bekannt, deren Geschichte über hundert Jahre zurückreicht. Für Heinrich Heine wiederum diente Göttingen als Ausgangspunkt seiner berühmten Harzreise.

Ob Natur oder Kultur: Das Mittelgebirge bietet mit zahllosen Burgen und Schlössern, der historischen Bergwerkskultur und seiner atemberaubenden Landschaft für jeden etwas. Hörgenüsse an zauberhaften Orten hält unter anderem das jährliche Musikfest Goslar bereit. In der Sankt-Burchardi-Kirche von Halberstadt kann man zudem die Aufführung des Orgelstückes ­ORGAN²/ASLSP von John Cage besuchen. Mit einer auf 639 Jahre angelegten Aufführungsdauer wird hier das Experiment des längsten Musikstücks der Welt realisiert. Absolutes Muss ist natürlich die Erklimmung des Brockens, der Goethe zu seiner faustischen Walpurgisnacht inspirierte. Wem der Aufstieg auf die 1 141 Meter zu mühsam ist, der genießt einfach die Fahrt mit der Harzer Schmalspurbahn samt historischer Dampflok, die direkt auf den Gipfel fährt – echte Eisenbahnromantik, wie sie heute nur noch selten zu finden ist.

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