Obwohl zwischen Dmitri Schostakowitschs Zweitem Klavierkonzert und dem Ersten Cellokonzert kaum zwei Jahre liegen, maß der Komponist den beiden Werken völlig unterschiedliche Bedeutung bei. Das Klavierkonzert, einst als Geburtstagsgeschenk für seinen Sohn geschrieben, erklärte er später für künstlerisch entbehrlich. Dem Cellokonzert hingegen kam für ihn besonderer Rang zu – nicht zuletzt durch die Widmung an Mstislaw Rostropowitsch, dessen kompromisslose Musikalität Schostakowitsch zu einem Werk von existenzieller Dichte inspirierte. Beide Kompositionen sind nun im Rahmen einer kleinen Tournee der TfN-Philharmonie in ihren Partnerstädten zu erleben. Als Solistin im Cellokonzert ist Chiara Samatanga zu hören, während Sergei Kiselev das Klavierkonzert interpretiert.
Ergänzt wird das Programm durch die Kammersinfonie op. 110a, eine Orchesterfassung des Achten Streichquartetts, in der insbesondere das berühmte Scherzo mit seiner scheinbar eingängigen Melodie eine beklemmende Wirkung entfaltet. Einen bewussten Kontrast zur modernistischen Tonsprache Schostakowitschs setzen Wolfgang Amadeus Mozarts Sinfonien Nr. 29 und 34: Werke von Klarheit, Eleganz und formaler Balance, die seit jeher als Garant für einen klingenden Konzerterfolg gelten.


