Das Konzentrat der Musiksprache von Dimitri Schostakowitsch ist in diesen beiden Duo-Sonaten enthalten, das Groteske, Schneidende, Elegische, die Wut, all die heftigen Emotionen, wie man sie aus seinen fünfzehn Symphonien und Streichquartetten, seinen Konzerten und aus seinen Opern kennt. Die Geigerin und Bratschistin Mirjam Tschopp und der Pianist Riccardo Bovino spielen die beiden Sonaten aus dem Spätwerk von Schostakowitsch drängend intensiv und prägnant. Das ist Musik auf Messers Schneide. Beißende Flageoletts und fahle Pizzicati sind vom Streichinstrument zu hören, zischende Triller und dumpfes Grollen im Klavier. Die eigenwilligen, launischen Übergänge der disparaten Stimmungen und vielfältigen idiomatischen Anspielungen geraten schlüssig, die Linienführung ist gestochen scharf. Die mutwilligen Oberflächenreize, die intimen Zurücknahmen, die Tiefen dieser Werke, all das überzeugt hier.
CD-Rezension Duo TschoppBovino
Schostakowitsch hochkonzentriert
Es braucht manchmal nur zwei Instrumente, um den Kosmos eines Komponisten aufzuzeigen. Das demonstriert das Duo TschoppBovino
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„Ohne Geige würde mir die Seele fehlen“
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