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Ruhrtriennale 2021

Ein Festival für Frühaufsteher – und alle, die Vielfalt lieben

Die Ruhrtriennale lockt mit Konzerten, Musiktheater, Schauspiel, Tanz und Literatur.

vonIrem Çatı,

Die Ruhrtriennale als Musikfestival zu bezeichnen, wäre nicht falsch, würde ihr aber nicht gerecht. Sie unterscheidet sich schon aufgrund ihrer Vielfalt von anderen Festivals. Neben einem abwechslungsreichen Musikprogramm sorgen Schauspiel- und Tanzproduktionen, Lesungen sowie Kunstinstallationen für Abwechslung. Dafür verwandeln sich die Industriedenkmäler der Region in Spielstätten. So wird der Landschaftspark Duisburg-Nord kurzerhand zur Bühne eines Kinderkonzerts, im ehemaligen Allbauhaus Essen ist die Installation Absorption zu erleben, und in der Bochumer Jahrhunderthalle findet das Stück „Die Toten“ von James Joyce statt.

Anders ist auch, dass die Ruhrtriennale nicht etwa durch eine offizielle Auftaktveranstaltung mit langen Reden eröffnet wird, sondern durch ein „Konzert im Morgengrauen“ ab 5 Uhr morgens. Dafür hat Komponist Chris Watson das räumliche Klangstück „Morgenchor“ konzipiert, das zu diesem Anlass seine Uraufführung feiert. Abgerundet wird das Programm mit „Gaspard de la nuit“ von Maurice Ravel, in dem die Geister der Nacht vor Sonnenaufgang ein letztes Mal tanzen, sowie mit Salvatore Sciarrinos „De la nuit“, einer traumartigen Hommage an Ravels Komposition.

Ruhrtriennale: Ungewöhnlich viele Eigen- und Koproduktionen

Dass sich unter den 37 Produktionen und Projekten ungewöhnlich viele Eigen- und Koproduktionen befinden, ist vor allem Intendantin Barbara Frey zu verdanken. Nachdem ihre erste Saison bei der Ruhrtriennale 2020 coronabedingt abgesagt und auf dieses Jahr verschoben wurde, lässt es sich die Schweizer Theaterregisseurin nicht nehmen, zweimal selbst zu inszenieren, so auch Edgar Allen Poes Schauergeschichte „Der Untergang des Hauses Usher“, die sie zur Eröffnung des Festivals am 14. August in der Gladbecker Maschinenhalle Zweckel mit einem mehrsprachigen Ensemble theatral umsetzt.

Weitere Highlights sind die Oper „Bählamms Fest“ von Olga Neuwirth mit einem Libretto von Elfriede Jelinek sowie Fritz Hausers Konzert „Point Line Area“. Ein Perkussionsritual für 64 Schlagzeugerinnen und Schlagzeuger. Doch auch für Liebhaber der „klassischen Klassik“ ist etwas dabei. So bringen etwa die Bochumer Symphoniker unter der Leitung von Tung-Chieh Chuang Anton Bruckners zweite Sinfonie zur Aufführung.

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