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Friedrich Gulda

Friedrich Gulda

Friedrich Gulda galt als hochtalentiert, virtuos – und kompliziert. So gab der Pianist und Komponist eine absichtliche Falschmeldung über seinen eignen Tod heraus, ging mitunter nackt auf die Bühne und geizte nicht mit Beleidigungen. Geboren 1930 in Wien, begann er im Alter von sieben Jahren mit dem Klavierspiel, ab 1942 studierte er an der Wiener Musikakademie Klavier und Komposition und startete anschließend eine internationale Solistenkarriere. Bis heute gelten seine Interpretationen von Mozart- und Beethoven-Werken als Referenz im Bezug auf Präzision und Werktreue, zu seinem weiteren Repertoire gehörten die Klavierwerke Bachs, Schuberts, Chopins, Debussys und Ravels. Auch als Komponist war Gulda tätig schrieb unter anderem ein Cellokonzert für Heinrich Schiff. Neben seinem Wirken als klassischer Musiker galt der Jazz als Guldas zweite Leidenschaft, als deren Interpret er internationale Anerkennung erlangte. Auch versuchte er zeitlebens die Trennung zwischen den Genregrenzen aufzuheben. Friedrich Gulda starb im Jahr 2000 in Weißenbach am Attersee.

Friedrich Gulda und das Clavichord

„Mogst di hab’n?“

Ende der siebziger Jahre ließ der Pianist Friedrich Gulda keine Gelegenheit ungenutzt, sein Clavichordspiel auf Tonband aufzuzeichnen. Die einzigartigen Aufnahmen porträtieren ein Instrument, das heute ein Schattendasein fristet weiter

CD-Rezension Friedrich Gulda – The Bach Mono Tapes

In ungehörte Sphären

Friedrich Gulda glänzt mit seinen Bach-Aufnahmen am Clavichord mit virtuosen Fähigkeiten an dem höchst anspruchsvollen Instrument weiter