Im Kino: Daniel Hope – Der Klang des Lebens

Rastlos zwischen den Kontinenten

Vertreibung, Exil, Hoffnung und Neuanfang: Am 19. Oktober kommt der Dokumentarfilm über den Violinisten Daniel Hope ins Kino

Daniel Hope © Harald Hoffmann/DG

Daniel Hope

Daniel Hope ist einer der bekanntesten Geiger unserer Zeit. Ein international gefeierter Star, der von Peking über London bis nach New York die bedeutendsten Konzertbühnen bespielt. Seine Geschichte ist aber auch die Geschichte von Flucht und Vertreibung, von Heimatsuche und Identitätsfindung. Und letztlich die Geschichte eines großen Happy Ends. 2016 wird der Höhepunkt im beruflichen Werdegang des Ausnahmekünstlers: Er wird Musikdirektor des renommierten Zürcher Kammerorchesters.

Daniel Hope: Autobiografische Entdeckungsreise

Für den Musiker und Menschen Daniel Hope verbindet sich damit auch der persönliche Traum, dem Themenfeld Musik und Exil mehr Raum geben zu können, mehr Gewicht. Es ist ein großes Thema unserer Zeit. Für Daniel Hope aber ist es noch mehr, es ist sein Lebensthema: die Vertreibung, das Exil, die Hoffnung und Chance auf einen Neuanfang.

Dies alles ist für Daniel Hope Anlass, eine autobiografische Entdeckungsreise zu starten. Eine Reise in die Welt der Musik des Exils. Eine Reise vor allem aber auch zu seinen eigenen Wurzeln. Als Zuschauer kommt man Daniel Hope so nahe wie niemand zuvor. Man sieht ihn als berühmten Musiker auf der Bühne und hinter den Kulissen. Aber man begegnet vor allem auch dem privaten Daniel Hope, dem Familienmenschen, der wie kaum ein anderer durch die europäische Geschichte geprägt wurde.

"Der Klang des Lebens" mit Daniel Hope, Film-Still

„Der Klang des Lebens“ mit Daniel Hope, Film-Still © GRANVISTA MEDIA GmbH

Musikalisches Talent als Schlüssel

Der Dokumentarfilm „Daniel Hope – Der Klang des Lebens“ begleitet den Geiger auf seinem rastlosen Weg zwischen den Kontinenten Europa, Asien und Amerika. Noch mehr als sonst verbindet er in diesem Jahr seine Konzertreisen mit der für ihn so charakteristischen Wissbegierde. Das einzigartige musikalische Talent Daniel Hopes ist dabei der Schlüssel, der ihm die Türen zu vielen Co-Protagonisten wie Sting, Thomas Newman, Zakhar Bron oder Max Raabe öffnet. Und es ist auch die emotionale Basis, auf der diese dokumentarische Filmerzählung ruhen wird.

Die Grundstruktur des Films ist die einer Reise, die von der Gegenwart in Zürich aus erst zurückgeht zu den Orten und Personen seiner Vergangenheit, über seine Familie zu seinen Wegbereitern, und die das Thema Exil dann vom Privaten in die Weltgeschichte weiterverfolgt, speziell zu den Exilmusikern in Hollywood, denen sein Album „Escape to Paradise“ gewidmet ist. Es ist die Suche nach dem Klang des Exils, die am 19. Oktober ins Kino kommt.

Trailer zu „Daniel Hope – Der Klang des Lebens“

concerti-Tipp:

„Daniel Hope – Der Klang des Lebens“
Ab 19.10.
Im Kino

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