Radio-Tipp 21.1.: Interpretationen im Vergleich BR-Klassik

Im Vergleich

Klassikhörer stehen vor der Frage: Welche Aufnahme ihres Lieblingswerks ist am spannendsten? Christine Lemke-Matwey vergleicht Interpretationen von Beethovens vierter Sinfonie.

© Brita Seifert/Pixabay

Beethoven-Büste

Beethoven-Büste

Einmal im Monat stellt sich in BR-Klassik die Frage: Welche Interpretation überzeugt am meisten? In der Sendung „Interpretationen im Vergleich“ beschreibt und bewertet Christine Lemke-Matwey dieses Mal Aufnahmen von Beethovens Sinfonie Nr. 4 unter anderem in Einspielungen mit den Dirigenten Wilhelm Furtwängler, Arturo Toscanini, Carlos Kleiber, Jos van Immerseel und Andris Nelsons. Eingekeilt zwischen der „Eroica“ und der Fünften führt die vierte Sinfonie zu Unrecht ein Schattendasein und wird bei allem Erfolg von Anfang an oft unterschätzt.

Welcher Dirigent erkennt das Potenzial in Beethovens vierter Sinfonie?

Anlässlich des Beethoven-Jubiläumsjahres 2020 wird dies nicht die letzte Sendung zu Ehren des Komponisten sein. Ihm haftet das Bild eines einsamen Genius und wahnsinnigen Eigenbrötlers an, aber auch das eines großen Visionärs und Freiheitsdenkers. Das vorherrschende Beethovenbild wirkt wie ein unfertiges Mosaik, dessen Steine oft so gar nicht zueinander passen wollen und hinter denen vielleicht ein ganz anderer Mensch und Musiker steckt, als er in unserer Vorstellung existiert.

Auch seine vierte Sinfonie passt nicht so recht in das Klischee des Titanischen oder Schicksalhaften, sondern präsentiert sich eher klassizistisch oder gar romantisch. Welcher Dirigent das Potenzial der Vierten am ehesten erkennt und zutage fördert, zeigt die Sendung, indem sie zahlreiche ältere und neuere Einspielungen von großen Interpreten nebeneinander stellt.

concerti-Tipp:

Di. 21.1., 20:05 Uhr
BR-Klassik
Interpretationen im Vergleich

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