Japan, Anfang des 20. Jahrhunderts: Der amerikanische Marineleutnant Pinkerton heiratet auf Vermittlung Goros die Geisha Cio-Cio-San. Während „Butterfly“, so ihr Spitzname, darin das große Lebensglück sieht, für die Ehe ihrem Glauben abschwört und ihre Familie zurücklässt, nimmt es Pinkerton trotz der Warnungen des Konsuls Sharpless nicht allzu ernst. Für ihn ist es nur eine Verbindung für die Dauer seiner Stationierung. Bei seiner Abreise lässt der Offizier die schwangere Cio-Cio-San mit dem Versprechen einer baldigen Rückkehr zurück. Doch diese soll sich nach Jahren als Fiasko erweisen: Pinkerton hat wieder geheiratet und will lediglich sein Kind abholen – für Cio-Cio-San alias Madama Butterfly sind die Folgen fatal.
Malerische Ästhetik
Zum 100. Todestag von Giacomo Puccini hielt seine japanische Tragödie „Madama Butterfly“ Einzug beim Opernfestival in Aix-en-Provence. Andrea Breth inszenierte die weltbekannte Oper im Freilichttheater Théâtre de l’Archevéché als intimes Kammerspiel in malerischer Ästhetik, das statt greller und exotischer Farben ganz auf die Motivationen, Gefühlswelten und Entwicklungen der Figuren setzt. In der Titelpartie war die Puccini-erfahrene albanische Sopranistin Ermonela Jaho zu erleben, die Rolle des Pinkerton sang der britische Tenor Adam Smith. Die musikalische Leitung oblag Daniele Rustioni.
Arte zeigt heute Abend um 23:35 Uhr eine Aufzeichnung der Premiere aus Aix-en-Provence im TV.
concerti-Tipp:
Puccini: Madama Butterfly vom Festival d’Aix-en-Provence 2024
Mit Ermonela Jaho (Cio-Cio-San), Adam Smith (Pinkerton), Mihoko Fujimura (Suzuki), Carlo Bosi (Goro), Lionel Lhote (Sharpless), Albane Carrère (Kate Pinkerton), Daniele Rustioni (Leitung), Andrea Breth (Regie)
Sa. 25.4.2026, 23:35 Uhr
Arte




