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CD-Rezension amarcord

Ausflug ins Mittelalter

Das Ensemble amarcord glänzt mit makelloser Into­nation und Tongebung sowie ideal ausgeglichenem Klang

vonKlemens Hippel,

Umrahmt von zwei Sequenzen des 13. Jahrhunderts führt uns diese sehr schön zusammengestellte CD in die Welt der Thomaner um 1600, als Sethus Calvisius dort als Kantor tätig war. Von ihm stammen die Hymnen der Aufnahme, die wie ein Gerüst um die polyphonen Kompositionen eines Johann Walther, Thomas Stoltzer oder Giovanni Battista Stefanini gelegt sind. Homophone Sätze, die die Thomasschüler alltäglich bei ihren Andachten sangen, und die „allein den Gottesdienst befördern und die Musica in Diensten bringen“ sollen, wie Calvisius anmerkt. Das Ensemble amarcord glänzt in den in sich ruhenden Hymnen ebenso wie bei den kunstvoll ineinander verwobenen Stimmen der Lasso-Motette Confitemini domino: Mit makelloser Intonation und Tongebung und ideal ausgeglichenem Klang. Und auch die Welt der mittelalterlichen Sequenzen präsentieren die ehemaligen Thomaner überzeugend.

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