Herzensangelegenheit

Rezension Barenboim & Soltani – Mozart: Klaviertrios

Herzensangelegenheit

Michael Barenboim, Kian Soltani und Daniel Barenboim präsentieren sich bei Mozarts sämtlichen Klaviertrios als wohlklingende Einheit.

Als Herzensangelegenheit bezeichnet Daniel Barenboim die Klaviertrios Mozarts. Gemeinsam mit Sohn Michael an der Violine und Kian Soltani am Violoncello legt er auf diesem Doppelalbum alle sechs Trios gleichsam als Mehrgenerationenprojekt vor. Die drei Musiker präsentieren sich als wohlklingende Einheit, dass bei der Gattung doch so heikle proportionale Spiel zwischen mächtigem Klavier und zartem Streicherklang gelingt solide. Schwerelos perlen die Läufe der Allegrosätze, dynamisch ausgewogen und zart anmutend die feingliedrigen Mittelteile. Einzig das mit der Herzenssache mag nicht ganz durchscheinen, fehlt es doch hier und da an Farbe und Ausdruckskraft. Gerade der Klavierteil lässt die in der Trioarbeit doch so eminenten Präzision hin und wieder vermissen. Dennoch gelingt es den Dreien, den heiter-tänzerischen Geist der sechs Werke zu transportieren, wenn auch Mozart in dieser Einspielung eher lächelt als strahlt.

© Karina Schwarz/DG

Daniel Barenboim

Daniel Barenboim

Mozart: Klaviertrios Nr. 1-5

Michael Barenboim (Violine), Kian Soltani (Violoncello), Daniel Barenboim (Klavier)
Deutsche Grammophon

Weitere Rezensionen

Rezension Renaud Capuçon, Kian Soltani & Lahav Shani

Aufeinander hörend

Lahav Shani, Renaud Capuçon und Kian Soltani interpretieren zwei romantische Klaviertrios und überzeugen mit ihrem fein abgestimmten Spiel. weiter

CD-Rezension Elgar: The Dream of Gerontius

Klangmagie

Very British: Daniel Barenboim ist in erster Linie nicht dem Romantiker, sondern dem impressionistischen Klangmagier Edward Elgar auf der Spur weiter

CD-Rezension Daniel Barenboim – On My New Piano

Neuer Flügel, viele Farben

Daniel Barenboim präsentiert auf seinem neuen Flügel Sonaten von Scarlatti, Variationen von Beethoven, die erste Ballade von Chopin und Stücke von Liszt weiter

Termine

Montag, 10.08.2020 20:00 Uhr Elbphilharmonie Hamburg
Sonntag, 27.09.2020 16:30 Uhr Meistersingerhalle Nürnberg

Michael Barenboim, Nürnberger Symphoniker, Kahchun Wong

Schostakowitsch: Festliche Ouvertüre op. 96, Beethoven: Violinkonzert D-Dur op. 61, Dvořák: Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88

Mittwoch, 30.09.2020 19:30 Uhr Brucknerhaus Linz

Kian Soltani, Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, Antonio …

Chabrier: España, Bizet: Sinfonie C-Dur, R. Strauss: Don Quixote für Violoncello und Orchester op. 35

Sonntag, 06.12.2020 20:00 Uhr Philharmonie Berlin

Kian Soltani, Deutsches-Symphonie-Orchester Berlin, Marie Jacqout

Mundry: In between, Schumann: Cellokonzert a-Moll, R. Strauss: Sinfonie f-Moll

Sonntag, 13.12.2020 16:00 Uhr Konzerthaus Dortmund

Kian Soltani, Orchester des Bolschoi-Theaters, Tugan Sokhiev

Rachmaninow: Sinfonische Tänze op. 45, Tschaikowsky: Der Nussknacker op. 71 (Auszüge) & Variationen über ein Rokoko-Thema für Violoncello und Orchester A-Dur op. 33

Freitag, 01.01.2021 15:00 Uhr Großes Festspielhaus Salzburg
Freitag, 01.01.2021 19:00 Uhr Großes Festspielhaus Salzburg
Donnerstag, 07.01.2021 20:00 Uhr Gasteig München

Michael Barenboim, Kian Soltani, Daniel Barenboim

Beethoven: Klaviertrios Es-Dur op. 1/1, D-Dur op. 70/1 „Geistertrio“ & c-Moll op. 1/3

Samstag, 23.01.2021 19:30 Uhr Großes Festspielhaus Salzburg
Samstag, 30.01.2021 19:30 Uhr Großes Festspielhaus Salzburg

Auch interessant

concerti Klassik-Daily mit Holger Wemhoff – Folge 58 mit Kian Soltani

„Davon habe ich immer schon geträumt“

In Zeiten von Corona blickt Moderator Holger Wemhoff im concerti Klassik-Daily ins Innere der Klassikszene. Folge 58 mit Kian Soltani. weiter

Ivor Bolton und Kian Soltani in Wiesbaden

Die Liebe entzündete sich an einer Sinfonie

Berlioz’ „Symphonie fantastique“ trifft auf Saint-Saëns’ erstes Cellokonzert. weiter

Opern-Kritik: Staatsoper Berlin - Medea

Verpackt und verschoben

(Berlin, 7.10.2018) Andrea Breth inszeniert, Daniel Barenboim dirigiert Luigi Cherubinis vernachlässigte Mythenoper „Medea“. weiter

Kommentare sind geschlossen.