Abrupte Wechsel

CD-Rezension Daniel Harding

Abrupte Wechsel

Daniel Harding und das Swedish Radio Symphony Orchestra verknüpfen Berlioz mit Lully

Ungewöhnlich das Programm: Zwei musikalische Revolutionen soll sie vereinen. Rameaus Hippolyte et Aricie sorgte 1733 für eine Wende in der französischen Opernmusik; Berlioz krempelte im 19. Jahrhundert mit seiner Symphonie fantastique die Kunst der Orchesterinstrumentation um. Daniel Harding und das schwedische Rundfunkorchester deuten die Rameau-Suite spielerisch, filigran, leicht, historisierend. Aber an den Ansatz von Christie oder Minkowski kommt die Aufnahme nicht heran. Auch bei Berlioz gibt es schlüssigere Deutungen. Harding historisiert auch hier, und die Schweden folgen ihm darin souverän. Das ist ein angenehm schlanker Berlioz, nie romantisch schwülstig. Doch lebt die Aufnahme auffallend von schroffen Akzenten und abrupten Wechseln. Zu selten ergeben sich zusammenhängende Linien. Das Orchester leuchtet jedes Teilchen sehr genau aus, aber das gesamte Mosaik bleibt reliefartig.

Berlioz: Symphonie fantastique, Rameau: Hippolyte et Aricie Suite
Swedish Radio Symphony Orchestra, Daniel Harding
harmonia mundi

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Termine

Montag, 02.03.2020 20:00 Uhr Kölner Philharmonie

Matthias Goerne, Mahler Chamber Orchestra, Daniel Harding

Lieder von Schubert, Widmann: Streichquartett Nr. 2 (UA), Mozart: Sinfonie D-Dur KV 504 „Prager Sinfonie“

Donnerstag, 23.04.2020 20:00 Uhr Gasteig München

Paul Lewis, Symphonieorchester des BR, Daniel Harding

Grieg: Klavierkonzert a-Moll op. 16, R. Strauss: Eine Alpensinfonie op. 64

Freitag, 24.04.2020 20:00 Uhr Gasteig München

Paul Lewis, Symphonieorchester des BR, Daniel Harding

Grieg: Klavierkonzert a-Moll op. 16, R. Strauss: Eine Alpensinfonie op. 64

Freitag, 01.05.2020 20:00 Uhr Elbphilharmonie Hamburg
Montag, 18.05.2020 20:00 Uhr Elbphilharmonie Hamburg

Mahler: Sinfonie der Tausend

Internationales Musikfest
Dienstag, 19.05.2020 20:00 Uhr Elbphilharmonie Hamburg

Mahler: Sinfonie der Tausend

Internationales Musikfest
Donnerstag, 21.05.2020 20:00 Uhr Kölner Philharmonie

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