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Rezension Frielinghaus Ensemble – Clara & Robert

Feier der Empfindsamkeit

Das Frielinghaus Ensemble stellt Kammermusik von Clara und Robert Schumann mustergültig gegenüber.

vonFrank Armbruster,

„An Kraft und Erfindung“, so schrieb Clara Schumann, mangele es ihrem Klaviertrio op. 17 – eine Selbstverurteilung, die sich eigentlich nur als historisch bedingtes, internalisiertes Vorurteil gegenüber komponierenden Frauen begreifen lässt. Denn gerade in diesem Trio kommen Claras kompositorische Qualitäten besonders gut zur Geltung: melodische Originalität und ausdifferenzierte motivische Arbeit vor allem, dazu aber ein hochromantischer, poetischer Grundton, den die Mitglieder vom Frielinghaus Ensemble hier exemplarisch zum Ausdruck bringen. Zärtlich, manchmal fast traumverloren tasten sie die Klangräume aus, ohne je die Orientierung zu verlieren – eine Feier der Empfindsamkeit, die auch Clara Schumanns Drei Romanzen op. 22 zu Preziosen adelt. Wenn nötig, kann das Ensemble aber auch dramatisch zupacken: in Robert Schumanns berühmtem Klavierquartett op. 47 ist das eindrucksvoll zu hören.

Frielinghaus Ensemble
Frielinghaus Ensemble

Clara & Robert
C. Schumann: Klaviertrio op. 17 & Drei Romanzen op. 22, R. Schumann: Klavierquartett Es-Dur op. 47

Frielinghaus Ensemble
KKE Records

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