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Rezension Justin Doyle – Haydn: Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze

Stimmig

Justin Doyle versammelt den RIAS Kammerchor und das Konzerthausorchester Berlin für die oratorische Version von Joseph Haydns Passionsmusik.

vonChristoph Vratz,

Haydns „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze“ gibt es in unterschiedlichen Fassungen, mit unterschiedlichen Entstehungs-Hintergründen. Justin Doyle, der RIAS Kammerchor und das Konzerthausorchester Berlin haben nun die oratorische, gesungene Fassung nach Texten von Joseph Friebert aufgenommen. Doyle bläht das Werk nicht zu großsinfonischen Dimensionen auf, sondern folgt konsequent dem von Beginn an eingeschlagenen kammermusikalisch inspirierten Weg. Zumal der RIAS Kammerchor ein ideales Ensemble für diesen Ansatz ist. Das Konzerthausorchester Berlin agiert sanft unterstützend, wohl wissend, wann es das Kommando übernehmen soll. Die Instrumentation, vor allem mit den Holzbläsern wird in ihrer Farbigkeit gut umgesetzt, nie werden die vier Vokalsolisten (Kateryna Kasper, Katie Bray, Robert Murray, Hanno Müller-Brachmann) oder der Chor zugedeckt. Eine stimmige Aufführung.

Haydn: Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze Hob. XX:2

Kateryna Kasper (Sopran), Katie Bray (Alt), Robert Murray (Tenor), Hanno Müller-Brachmann (Bass), RIAS Kammerchor Berlin, Konzerthausorchester Berlin, Justin Doyle (Leitung)
Harmonia Mundi

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