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Rezension Lahav Shani – Beethoven: 7. Sinfonie & 4. Klavierkonzert

Abokonzertniveau

Die Personalunion als Solist und Dirigent gelingt Lahav Shani hörbar gut. Nur bei Beethovens Siebter mangelt es an Innenspannung.

vonFrank Armbruster,

Lahav Shani ist wohl das, was man einen Senkrechtstarter nennt: 2013 gewann er den Gustav Mahler-Dirigentenwettbewerb, seit 2018 ist er Chefdirigent des Rotterdam Philharmonic Orchestra, mit dem er nun das Beethovenprogramm einer Konzerttournee auf CD herausgebracht hat. Dabei agiert Shani im vierten Klavierkonzert als Solist und Dirigent in Personalunion, was hörbar gut gelingt. Die dialogisierenden Passagen sind schlüssig herausgearbeitet, die Tempi sind angemessen, Shani beweist sich als guter Pianist. Was man dann aber bei Beethovens siebter Sinfonie vor allem vermisst, ist eine dezidierte Haltung zu dieser Musik, die diese Interpretation über solides Abokonzertniveau hinausheben würde. Insgesamt wirkt der Klang sehr streicherlastig, vieles erscheint etwas pauschal artikuliert, trotz zügiger Tempi mangelt es insgesamt an Innenspannung.

Lahav Shani
Lahav Shani

Beethoven: Sinfonie Nr. 7 & Klavierkonzert Nr. 4

Lahav Shani (Klavier & Leitung), Rotterdam Philharmonic Orchestra
Warner Classics

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