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Rezension Lars Vogt – Brahms: Klavierkonzert Nr. 1

Erfüllter Brahms

Lars Vogt gestaltet Brahms‘ erstes Klavierkonzert so souverän, dass es ihm gelingt, immer noch neue Details zutage zu fördern.

vonChristian Lahneck,

Wohl erstmals präsentiert ein Pianist auf CD das erste Klavierkonzert von Johannes Brahms und dirigiert gleichzeitig das Orchester. Lars Vogt ist seit Jahrzehnten bekennender Brahmsianer und wagt diesen ungewöhnlichen Doppelschritt nun mit der Royal Northern Sinfonia, die er seit einigen Jahren leitet. Die Rechnung geht nicht nur auf, sondern bietet Herausragendes. Zum einen, weil das relativ klein besetzte Orchester geradezu kammermusikalisch spielt und sich die unterschiedlichen Stimmungen dieses vielschichtigen Konzerts berührend unmittelbar vermitteln, zum anderen, weil Vogt dieses Werk so souverän gestaltet, dass es ihm gelingt, immer noch neue Details zutage zu fördern, seien es einzelne Bassakzente, seien es die ungemein lichten fugenhaften Einsätze im Rondo. Außerdem enthält die CD die vier Balladen op. 10, die Vogt ungleich tiefer, feiner deutet als in seiner ersten Aufnahme von 1998.

Lars Vogt
Lars Vogt © Giorgia Bertazzi

Brahms
Klavierkonzert Nr. 1 & Vier Balladen

Lars Vogt (Klavier & Leitung), Royal Northern Sinfonia
Ondine

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