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CD-Rezension Maria Callas

Sensation: Unerhörtes von der Diva

Die unfassliche musikalische Intelligenz und Gestaltungstiefe von Maria Callas ist hier in unerhörten Klang-Qualität zu erleben

vonPeter Krause,

Näher als mit dieser kiloschweren Sammlung können wir Nachgeborenen der ewigen Callas nicht kommen. Die Box vereint auf stolzen 69 CDs sämtliche Studio-Aufnahmen der zum Mythos verklärten Primadonna assoluta, darin enthalten ist manch bislang unveröffentlichte Einspielung aus der ganz frühen und der ganz späten Karrierephase der Griechin. Das Sensationelle daran:  Die unfassliche musikalische Intelligenz und Gestaltungstiefe der bedeutendsten Sopranistin aller Zeiten ist hier in einer im reinen Wortsinn bislang unerhörten Klang-Qualität zu erleben. Denn Warner Classics hat ein extrem aufwändiges Remastering der ursprünglichen EMI-Mutterbänder des legendären Produzenten Walter Legge vorgenommen. So ist jede hallige Verkünstelung oder dumpfe Topfigkeit einer Plastizität und Präsenz von Sängern und Orchestern gewichen, die ein maximal authentisches, rauschfreies, bestens balanciertes Bild all jener Ausnahmekünstler vermitteln, die sich in den 50er und 60er Jahren um die Callas versammelten. Dies ist die Dokumentation eines goldenen Zeitalters, das nicht nur durch die Diva selbst leuchtet, sondern auch durch ihre Tenorpartner wie dem betörenden Bergonzi und dem stupenden di Stefano oder den Baritonen Gobbi oder Panerai. Hoch spannend ist es, anhand der mehrfach aufgenommen Werke nachzuvollziehen, welche Wandlung die Callas durchmachte:  Vom vulkanischen Ereignis monumentaler Opulenz und makelloser Schönheit der Traviata von 1953 bis zur jede Gefühlsnuance im glaubwürdigen Extrem und mit eingedunkeltem Timbre auskostenden Tosca von 1964. 

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