Sehnsuchtsverwandte

CD-Rezension Matthias Goerne

Sehnsuchtsverwandte

Wie diese beiden großen Musiker gemeinsam in die letzten Tiefen des ganz späten Schubert vordringen, ist bewegend. Da trifft Goernes absolute sängerische Ausdrucksintensität auf Eschenbachs subtiles pianistisches Forschen nach den zwischen den Tönen verborgenen Ahnungen und Abgründen. In einem echten gegenseitigen Geben und Nehmen lotet das wunderbare Lied-Duo die Herbst-Farben der Lieder aus, erzählt uns von nie endender Sehnsucht über schwindende Hoffnung bis zu Abschiedsschmerz und Wahnsinn. Da werden alle dynamischen und expressiven Extreme erkundet. Goerne geht mit seiner männlich markanten, kernigen, mitunter leicht verschleierten und zum Knödeln neigenden Baritonstimme wirklich an Grenzen: So wird Kunst existenziell. Hier sind zwei Seelenverwandte im Dienste der  Schubertschen Sehnsucht am Werk. Viel mehr als eine Bonus-CD: Eschenbachs Interpretation von Schuberts letzter Klaviersonate.

Schubert: Schwanengesang
Matthias Goerne (Bariton)
Christoph Eschenbach (Klavier)
harmonia mundi

Weitere Rezensionen

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Termine

Mittwoch, 22.03.2023 20:00 Uhr Elbphilharmonie Hamburg

Asmik Grigorian, Matthias Goerne, Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Tarmo …

Schostakowitsch: Kammersinfonie c-Moll op. 110a & Sinfonie Nr. 14 op. 135

Donnerstag, 23.03.2023 20:00 Uhr Die Glocke Bremen

Asmik Grigorian, Matthias Goerne, Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Tarmo …

Schostakowitsch: Kammersinfonie op. 110a & Sinfonie Nr. 14 g-Moll op. 135

Freitag, 24.03.2023 20:00 Uhr Die Glocke Bremen

Asmik Grigorian, Matthias Goerne, Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Tarmo …

Schostakowitsch: Kammersinfonie op. 110a & Sinfonie Nr. 14 g-Moll op. 135

Samstag, 25.03.2023 19:30 Uhr Neue Universität Heidelberg

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