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CD-Rezension Menaham Pressler – Clair de lune

Gelöst

Menahem Pressler legt mit über 90 Jahren ein neues Solo-Album vor, sein erstes beim Gelblabel – die ersten Titel entstammen dem Klavier-Œuvre von Claude Debussy

vonChristian Lahneck,

Der Altmeister spricht. Menahem Pressler legt über 90-jährig ein neues Solo-Album vor, sein erstes beim Gelblabel. Die ersten zehn Titel entstammen dem Klavier-Œuvre von Claude Debussy, darunter fünf Sätze aus dem ersten „Préludes“-Band. Den Abschluss bilden die 6. Barcarolle von Fauré sowie zwei Sätze von Maurice Ravel. Diese Einspielung lebt von der gelösten Souveränität eines Mannes, der alles erlebt hat und nichts mehr beweisen muss. Hier spielt ein Pianist, der dem Klavier betörend schöne Farben entlocken kann und dem man nachsieht, wenn die Läufe nicht ganz so mechanisch daherperlen. Er möchte vor allem eines: Musik erzählen. Das gilt auch und besonders für „Clair de lune“, das man so oft in Pedal ertränkt und von Zuckerguss überzogen gehört hat – hier nicht. So ist es intime Bekenntnismusik. Wie ein einsamer Gesang gelingt ihm auch der Kleine Hirte aus „Children’s Corner“.

Clair de lune
Debussy: Arabesque Nr. 1, Reverie, Claire de lune aus „Suite bergamasque“, The little Sheppard aus „Children’s Corner“, La plus que lente, Preludes Nr. 1, 2, 8, 10, 12 aus „Heft 1“
Fauré: Barcarolle Nr. 6 Es-Dur op. 70
Ravel: Pavane pour une infante defunte & Oiseaux tristes aus „Miroirs“

Menaham Pressler (Klavier)
Deutsche Grammophon

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