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Rezension Stefan Soltész – Hindemith: Cardillac

Temporeich

Zum ersten Todestag von Stefan Soltész erscheint seine Aufführung von Paul Hindemiths „Cardillac“ aus dem Jahr 2013 neu.

vonRoland H. Dippel,

Markus Eiche lieferte mit seiner auf Klangentfaltung und Deklamation bedachten Interpretation in Hindemiths temporeichem Dreiakter als mordender Goldschmied eine eindrucksvolle Marke. Die Neuveröffentlichung von 2013 ist mehr als eine Hommage für den im Juli 2022 während eines Dirigats bei den Münchner Opernfestspielen verstorbenen Stefan Soltész. In die Diskussion über den Fortbestand klassischer Rundfunkorchester setzt der beliebte Münchner Klangkörper ein bedeutendes Zeichen für seine Relevanz: Wer in Mitteleuropa engagiert sich derart gekonnt und stark wie das Münchner Rundfunkorchester für Vernachlässigtes, liefert einen Operettenzyklus vom Feinsten und ist ein langfristiger Partner von Bru Zane für Abenteuersuchen im französischen Musiktheater? Das alles sind tolle und international gewürdigte Leistungen, zu denen Opernhäuser oft keine Mittel und keine Kapazitäten haben. Bravo.

Stefan Soltész
Stefan Soltész

Hindemith: Cardillac op. 9

Markus Eiche (Der Goldschmied Cardillac), Juliane Banse (Die Tochter des Goldschmieds Cardillac), Michaela Selinger (Die Dame), Torsten Kerl (Der Offizier), Oliver Ringelhahn (Der Kavalier), Kay Stiefermann (Der Führer der Prevôté), Jan-Hendrik Rottering (Der Goldhändler), Prager Philharmonischer Chor, Münchner Rundfunkorchester, Stefan Soltész (Leitung)
BR Klassik

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