Einst für das Londoner Publikum konzipiert, sollte „Rinaldo“ als besonders eindrucksvolle italienische Oper erscheinen. Theaterleiter Aaron Hill entwarf die wirkungsvolle Handlung, während der italienische Dichter Giacomo Rossi das Libretto verfasste. Diese Zusammenarbeit von Impresario, Librettist und Komponist entsprach der gängigen Praxis im Londoner Opernbetrieb des frühen 18. Jahrhunderts. Zur Legende gehört auch der Wettlauf zwischen Rossi und Händel sowie die Behauptung, die Oper sei in nur zwei Wochen entstanden. Die Uraufführung 1711 wurde ein großer Triumph; Händels Komposition zu einem Meilenstein. Daran knüpft Walter Sutcliffe bei den Händel-Festspielen an, indem er die Erstfassung inszeniert.
Händel: Rinaldo
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