Termintipp

Saint-Saëns: Samson et Dalila

© Max Brunnert

Axel Kober

Axel Kober

Die Oper als der Inbegriff musikalischer Gefühlsausdeutung und die Fuge als formvollendeter Ausdruck abstrakter Konstruktionskunst – man sieht nicht auf den ersten Blick, dass diese beiden so diametral entgegengesetzten Kompositionsprinzipien einander etwas zu sagen hätten oder gar in einem Werk zusammenfließen könnten. Dennoch stößt der Zuhörer im ersten und dritten Akt von Camille Saint-Saëns’ „Samson und Dalila“ auf fugale Passagen in der Tradition Bachs. Ein Umstand, der sich leicht erklären lässt, hatte der französische Romantiker seine Oper über den biblischen Heerführer Samson, der von der schönen Feindin Dalila bezirzt und dadurch letztendlich besiegt wird, doch zunächst als Oratorium konzipert. Mit dieser Gattung aber knüpfte Saint-Saëns selbstverständlich auch an die im Zuge der Bach-Renaissance wiederentdeckten Oratorien des Barockmeisters an. Als er die Oratorienteile schließlich zu einer Oper verarbeitete, übernahm er auch die Fugen. Dennoch schwelt die Sinnlichkeit in jeder einzelnen Note. Sören Ingwersen

Interpreten

Axel Kober (Leitung)
Joan Anton Rechi (Regie)

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