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Folkwang Gala in Bochum

Nachwuchskünstler der Extraklasse

Gala-Konzert ehrt die frischen Absolventen des Exzellenzstudienganges.

vonTeresa Pieschacón Raphael,

Der Name Folkwang („Fólkvangar“) stammt aus der altnordischen Mythologie und heisst „Halle des Volkes“. Als solche betrachtete der wohlhabende Kulturvermittler, Mäzen und Museumsgründer Karl Ernst Osthaus (1874–1921) sein erstes im Jahre 1902 in Hagen eröffnetes Museum für Zeitgenössische Kunst. Mit seinem „Folkwang-Gedanken“ strebte er drei Dinge an: den Dialog der Künste und Kulturen, das Museum als Ort des Austausches und der kulturellen Bildung sowie die Einheit von Kunst und Leben. Heute ist Folkwang zum kulturellen Markenzeichen geworden, weit über nationale Grenzen hinweg. Folkwang steht für Musik, Theater, Tanz, Gestaltung, Wissenschaft, für die Verbindung der Künste untereinander, für interdisziplinäres Lehren, Lernen und Produzieren. Mehrere kulturelle Einrichtungen tragen heute den Namen Folkwang, darunter eine Universität der Künste, ein Kammerorchester, eine Musikschule und ein Verlag.

Seit 1958 verleiht die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Folkwang Universität der Künste e. V. (GFFF) jährlich den Folkwang Preis an exzellente Nachwuchskünstler. Zu den Preisträgern zählen Größen wie Pina Bausch und der Fotojournalist Guido Mangold. Auch in diesem Jahr werden Künstler aus den Sparten Musik, Musikwissenschaft, Gestaltung und Darstellende Kunst, Jazz und Komposition geehrt. Der Preis in der Sparte Konzeptkonzert und der Gisèle-Freund-Preis für Theorie und Geschichte der Fotografie werden alle zwei Jahre verliehen. Zudem wird jährlich der Dr. Alfred Hoff Sonderpreis zur Förderung junger Pianisten, der Ingrid Girardet Preis zur Förderung junger Talente sowie der Tanzpreis der Josef und Else Classen Stiftung verliehen.

Feierte im letzten Jahr 100. Geburtstag: Folkwang Museum

Die Hauptpreise sind mit 2.000 Euro dotiert, und man wünscht den jungen Preisträgern, dass es ihnen besser ergehen mag als Karl Ernst Osthaus. Nach dem Ersten Weltkrieg reichten die von Osthaus geerbten Millionen für den Fortbestand seines Museums nicht mehr. Er starb 1921 in einem Sanatorium in Meran, mit 46 Jahren. Testamentarisch verfügte er den Verkauf der Sammlung des Museums Folkwang, um den Lebensunterhalt seiner Familie zu sichern. Die Erben einigten sich mit der Stadt Essen, die das Museum für 15 Millionen Mark erwarb, sodass es im letzten Jahr seinen hundertsten Geburtstag feiern konnte.

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