„Wahrhaftig meine nächste Sinfonie soll Clara heißen“, hatte Robert Schumann kurz nach seiner Hochzeit mit Clara Wieck verlautbart. Der Weg zur hart erkämpften Eheschließung mit der Leipziger Virtuosin war steinig gewesen. Da erscheint es fast wie eine Ironie des Schicksals, dass die Entstehung seiner nächsten Sinfonie, seiner „Clara-Sinfonie“, einen ähnlich mühseligen Prozess mit sich bringen sollte. Zwar machte sich Robert unverzüglich an die Arbeit und vollendete das neue Werk sogar genau am 13. September 1841, Claras 22. Geburtstag. Bei der Uraufführung im Gewandhaus fiel die Sinfonie jedoch gnadenlos durch. Mit seiner unkonventionellen, mehr als durchkomponierte sinfonische Fantasie gedachten Form war das Werk schlichtweg zu weit entfernt vom konservativen Geschmack des Leipziger Publikums. Erst zwölf Jahre später erlebte das Stück nach grundlegender Überarbeitung durch den Komponisten in Düsseldorf quasi eine Neu-Uraufführung – diesmal war es ein voller Erfolg. Da Robert in der Zwischenzeit zwei weitere Sinfonien geschrieben hatte, ging diese revidierte Fassung seiner zweiten Sinfonie nun als vierte in die Geschichte ein. Wenn das Werk also in der Musikhochschule Leipzig erklingt, kehrt es gewissermaßen zum Ursprung seiner kompositorischen Wurzeln zurück.
Neben der Tanzsuite von Béla Bartók entstammen neuere Töne an diesem Abend der Feder des australischen Komponisten Nigel Westlake. Dessen Oboenkonzert „Spirit of the Wild“ ist von der Wildnis Tasmaniens inspiriert.
Di., 12. Mai 2026 11:00 Uhr
Musiktheater
Ändere die Welt!
Magdalena Lucjan (A Mother), Natasha Gesto (A Grieving Woman), Yu He (A Revolutionary), Metehan Köklü (An Old Man), Amara van der Elst (Amara), Nathan Raskin (Leitung), Mart van Berckel (Regie)
Di., 12. Mai 2026 12:30 Uhr
Konzert
Di., 12. Mai 2026 15:00 Uhr
Konzert
Musikalischer Damentee
Andreas Paetzold (Leitung)
Di., 12. Mai 2026 15:00 Uhr
Musiktheater
Tschaikowsky: Jolanthe
Julia Ermakova (Jolanthe), Kyounghan Seo (Graf Vaudémont), Philipp Kranjc (René), Florian Tavic (Robert), Jung-Uk Oh (Ibn-Hakia), Pavel Baleff (Leitung), Marian Kalus (Regie)
Termintipp
Di., 12. Mai 2026 18:00 Uhr
Musiktheater
R. Strauss: Der Rosenkavalier
Camilla Nylund (Feldmarschallin), Günther Groissböck (Baron Ochs auf Lerchenau), Samantha Hankey (Octavian), Adrian Eröd (Herr von Faninal), Nikola Hillebrand (Sophie), Michael Spyres (Ein Sänger), Alexander Soddy (Leitung), Otto Schenk (Regie)






