Die Hamburgische Staatsoper wird ihre Zelte in Bahrenfeld aufschlagen: Während der dringend notwendigen Sanierungsphase des Orchestergrabens des Stammhauses an der Dammtorstraße zieht sie vom 22. Mai bis 4. Juli 2027 in die Kuppel Hamburg, jener Eventlocation an der Trabrennbahn, in der das Zirzensische zu Hause ist. Und so stellt Intendant Tobias Kratzer – der bei der Pressekonferenz an der Alternativspielstätte frohlockte: „In Hamburg geht man wieder in die Oper“ – die gesamte Spielzeit 2026/27 vor. Denn als „das klügste Spektakel der Welt”, als das er die Oper bezeichnete, passen Gattung und Ausweichspielstätte hervorragend zusammen.
Unter dem einladenden Motto „Stellen Sie sich vor …” wird getanzt, gesungen, gespielt, gelitten und geliebt. Zwei Produktionen von Klassikern der Opernliteratur eröffnen und beschließen die Saison – dann noch oder wieder im Großen Haus. Die Eröffnung am 12. September, Verdis Shakespeare-Oper „Macbeth“, inszeniert der Hausherr selbst. Mit Tschaikowskys „Eugen Onegin” bringt Omer Meir Wellber eines seiner Lieblingsstücke auf die Bühne der Staatsoper. Dazwischen spielt sich gewohnt Innovatives und eine auf Hamburg zugeschnittene Familienoper ab: „Störtebeker“ von Gordon Kampe.
Der interimistische Künstlerische Ballettdirektor Lloyd Riggins und der Geschäftsführende Ballettbetriebsdirektor Nicolas Hartmann richten ihren Blick auf die neue Generation von Choreografinnen und Choreografen und würdigen mit „A Cinderella Story” das Erbe John Neumeiers.






