Nominiert zum „Publikum des Jahres 2020“: Oper Frankfurt

The Show Must Go On

Auch die Oper Frankfurt hat ein schweres, vom Coronavirus geprägtes Jahr hinter sich. Jetzt sind ihre Zuschauer zum „Publikum des Jahres 2020“ nominiert.

© Wolfgang Runkel

Oper Frankfurt

Oper Frankfurt

Die Oper Frankfurt hat zurzeit nicht nur mit der Corona-Krise zu kämpfen. Die 1951 am heutigen Willy-Brandt-Platz erbaute Spielstätte, die auch das Schauspiel beheimatet, soll wegen unkalkulierbarer Kosten nicht saniert, sondern abgerissen werden. Nicht heute und auch nicht morgen, aber doch in den nächsten zehn Jahren. Ob der Bau überhaupt so lange bespielbar bleibt, ist abzuwarten.

Momentan gibt es bis April ohnehin keine Veranstaltungen. Sie wurden alle wegen der anhaltenden Pandemie abgesagt. Doch von einer schöpferischen Pause kann keine Rede sein. Unter strikten Hygienemaßnahmen hat beispielsweise der Opernchor im November noch fleißig geprobt.

Online läuft der Betrieb trotzdem weiter

Und auch online gibt es für das Publikum ein wunderbares Ersatzangebot. Unter anderem steht Christof Loys Inszenierung der „Fledermaus“ aus der Spielzeit 2010/11 auf dem Programm und kann noch bis zum 31. Januar kostenfrei gestreamt werden. Außerdem hat im Januar die Serie „Bühne frei“ begonnen mit drei Konzerten, die live übertragen werden. Am 29. Januar singen Ambur Braid, Karolina Makuła, AJ Glueckert und Liviu Holender Arien, Lieder und Duette aus Opern und Operetten von Donizetti, Puccini, Lehár und vielen anderen. In Sun Suh begleitet am Klavier.

Nominiert zum „Publikum des Jahres 2020“

Die Zuschauer können sich jedoch nicht nur über die Konzertübertragungen freuen, sondern auch über die Nominierung zum „Publikum des Jahres 2020“. Nachdem die Oper Frankfurt im letzten Jahr schon den Titel „Opernhaus des Jahres“ von der Zeitschrift „Opernwelt“ erhalten hat, wäre der von concerti vergebene Preis wohl auch für das Publikum eine schöne Entschädigung für ein so stilles Jahr.

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