Im Rahmen des Konzertformats „Tikwah“, einer Kooperation der Philharmonie Essen mit jüdischen Institutionen der Stadt sowie des gesamten Ruhrgebiets, gastieren das Jerusalem Quartet und die Sopranistin Hila Baggio zu einem besonderen Liederabend. Im Zentrum stehen seltene Kabarettsongs jüdischer Komponisten, die später ins Exil fliehen mussten, darunter Erich Wolfgang Korngold, Arnold Schönberg und Kurt Weill. Insbesondere Schönbergs 1901 komponierte „Brettl-Lieder“, benannt nach dem Berliner Kabarett-Theater Überbrettl, gelten als Meilenstein der deutschen Unterhaltungsmusik zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Auf der Suche nach neuen künstlerischen Impulsen verbindet der gebürtige Wiener hier expressiven Witz mit lyrischer Harmonik, die – noch fernab der späteren Zwölftonmusik – eine andere Seite des experimentierfreudigen Komponisten erkennen lässt. Einen eindringlichen Blick auf das jüdische Leben im Warschau der Zwischenkriegszeit wirft der Zyklus „Jiddisch“ des 1955 geborenen Ukrainers Leonid Desyatnikov. Die Uraufführung des vierten Streichquartetts von Shulamit Ran ergänzt zudem das Programm.
Hila Baggio mit jüdischer Kabarettmusik bei Tikwah in Essen
Komik in ernsten Zeiten
Sopranistin Hila Baggio und das Jerusalem Quartet widmen sich in der Essener Konzertreihe „Tikwah“ humoristischen Werken jüdischer Komponisten um 1900.
© Liran Levy
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